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Auf dem Weg....


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(W.S.T.)
Auf dem Weg zu mir selbst...
 
Sie zerbrach in meinen Händen…
Meine  Welt, die ich  geformt hatte…
damals als ich erkannte,wie Falsch alles war...
alles an was ich geglaubt hatte...
alles was ich erhoffte...
träumte,war dahin...war tot,für immer

30 Jahre ....wo sind die geblieben?
Was ist geblieben?
Ein Haufen Scherben,ein Trümmerhaufen...
ja..wir haben unsere Kinder....
und ich bin Stolz auf sie,es sind gute Kinder...
die aber nun ihren eigenen Weg gehen werden..früher oder später,
sie sind erwachsen..
 
Du verließt den Weg, den wir wie ich Glaubte, gemeinsam gegangen sind…
Den Weg, der geradeaus verlief…
wo auf absehbare Zeit ich dachte...
keine Hindernisse zu vermuten waren.
zu späht gefunden die Warheit über dich…
Zu späht um zu erkennen,
Zu späht, um erfahren zu können,
wonach ich mich im Grunde meines Herzens sehnte…
und was du mir nie gegeben hast,oder konntest...
Vertrauen...Eigenraum...Treue...

Also schlugst du einen anderen Weg ein…
dir dessen nicht bewusst, was dich auf diesem Weg erwartet…
du wolltest ....wolltest nicht wissen, wohin dein Weg dich führt…
das er sehr einsam ist....das du nur auf dich selbst gestellt bist...

Du Versuchstest deine „verlorene“ Zeit auf und nachzuholen….
Und wenn ich ganz ehrlich bin....heute mit einem gewissen Abstand….
Deine Urinstinkte…die Frau in dir…hatte das Kommando übernommen…
ohne Sinn,ohne Verstand.....

Ich brauchte ca. ein Jahr…um mich zu „erholen“…
Um „bereit“ zu sein für meinen Weg dort draußen…
Dann zog ich in die virtuelle Welt hinaus…
nahm mein virtuelles ''Ich'' in meine rechte Hand…
und schickte es in die Welt,
die mir zu Füßen lag.
Ich tauchte ein…genau in die Welt,
in der ich dich verloren hatte …
und in der du dich wohl fühltest...
Mit 57…war ich zum ersten mal wieder"Frei"…

Ich war nur ich…ich war und fühlte mich als das,
was mir Mutter Natur in die Wiege legte…
ein Mann...
denn mein Licht brannte…
heller und stärker als je zuvor in meinem Leben.
Es war das einzige was ich überhaupt wahr nahm…
Es wärmte mich und gab mir Kraft…
um im Sturm des Lebens bestehen zu können.
Aber es blendete mich auch…
Ich sah nur den Schein des Lichtes…
alles außerhalb des erleuchteten sah ich nicht!
Um es genau zu sagen, als ich mein ''Ich'',
meinen Mut, in die rechte Hand nahm…
leuchtete mir das Licht in meiner linken Hand den Weg.
Denn ich nahm mein Herz in die Hand…
Mir dessen nicht bewusst…wie verletzlich mein Herz doch ist…
welche Narben es doch hatte...
 
Heute weiß ich, dass mein Licht nicht so hell Brannte,
weil ich so ein starkes Herz hatte…heute weiß ich,
dass mein Licht nur so hell brannte,
weil mein Herz immer genährt und geschützt wurde,
von der Hoffnung,von der Liebe zu dir,zu unseren Kindern....

Als ich es in die Hand nahm,
um es der Welt zu präsentieren…
setzte ich es unbewusst dem Sturm des Lebens aus.
Aber noch loderte der Schein…entfacht von der Hoffnung…
beschwingt und unbefangen…
Denn meine einzige Erfahrung im Leben war es,
das Glück zu lieben und das Leid zu Leben....
 
Den kalten Wind und den Regen dort draußen,
habe ich oft gespürt…zumindest viel zu lange …
klar war ich auch schon mal glücklich und verliebt,
aber da war ich noch so jung....
Ich nahm diese unwirtliche und auch einsame Welt,
nur zu oft wahr,Sehnte mich nach Liebe und Geborgenheit.....
Wie ein Kind das in ein Fenster aus dem Regen schaut....
und dem treiben der Leute dort drinnen zu sieht....

Ich wechselte die Seite der Fensterscheibe....dort regnete es nicht,
stürmte nicht…im Gegenteil,
die Sonne schien  hinter den Bergen Aufzugehen…
Die Berge die ich sah…waren weit weg....und ich hatte das Gefühl,
wenn ich jetzt diesen Bergen entgegengehen würde,
würden sie zwar größer werden aber nicht unbezwingbar....
ich wollte diese Berge aus der nähe sehen,
wollte sie besteigen....um zu sehen was dahinter ist.
Denn die Welt lag mir zu Füßen....ich musste ihn jetzt nur betreten.

 Dann merkte ich, dass es nicht meine Welt ist....
ich nicht der kaltblütige Mann bin, der ich sein wollte....
Ich im Grunde meine eigene Welt brauchte....
meinen Traum hatte ich noch nicht aufgegeben. Im Gegenteil...
aber mit jeder Bekanntschaft wurde mein Licht kleiner...

Ich brauchte eine Zuflucht für mein Licht...
denn die Erkenntnis,
nicht der kaltblütige Mann zu sein...führte dazu,
dass mein Licht nicht mehr glühte....
sondern dem dunkeln, das aufzog Tribut zollte...
 
Es berührte mich...
wenn ich Menschen verletzte indem ich ihnen nicht gab,
was sie sich wünschten und von mir erhofften....
also hörte ich auf damit und suchte mir eine Zuflucht.
Was mir nicht so leicht gelang....

Ich lernte in kurzer Zeit viele Menschen kennen...
Männer wie Frauen…gute und böse...
Ich fing an zu flirten…
was ich sehr lange nicht getan habe...
Denn es gab so viele Frauen die ich erobern wollte...
Was ich auch sofort in Angriff nahm...
ich habe  gebaggert und mich im Internet umgeschaut....
schnell merkte ich,
dass ich im Netz viel mehr Frauen ansprechen konnte,
die auch mehr oder weniger auf der suche nach etwas waren,
so wie ich.

Zum ersten mal  hatte ich Sorgen...
Da war ich mir zum ersten mal meiner Situation Bewusst...
welcher ich mich Freiwillig aussetzte...
auch wenn es nicht meine Entscheidung gewesen war,
dass ich kein Heim mehr hatte. Ich fand aber so auch kein neues...
In dieser Zeit...
fühlte ich mich klein und schwach,
was ich aber nach außen hin gut überspielen konnte.
Die nächste innere Narbe entstand…
Die erste Narbe in diesem virtuellen Leben überhaupt…

Ich fing an, alles in Frage zu stellen…
sehnte mich nach meiner  Welt zurück,
die ich hinter mir lies.
Fing an mich zu fragen,
ob meine Entscheidungen richtig waren…
und versank zum ersten mal in Selbstmitleid…
mein Licht, wenn man es als solches noch bezeichnen konnte,
war nur noch sehr klein…aber es brannte noch.

Das Problem war nur…das es nicht wärmen konnte...
denn ich hatte es in deine Hände gelegt…
Ich habe mich dir völlig hingegeben…
so dass mein Licht nach so langer Zeit
 nicht mehr aus eigener Kraft leuchtete…
als du mir mein Licht zurückgabst…

Als ich es in Empfang nahm…war es nicht mehr als ein Klumpen…
vom Licht keine Spur…ein glimmen ging nur noch von ihm aus…
Mit dir ging auch mein Licht…und ich blieb im Dunkeln zurück…

 
Dann begann die Dunkelheit…ich erhielt eine Wunde,
die lange heilen musste…bis sie zu meiner zweiten Narbe wurde…

Jahre sind vergangen…
seit du meine Welt verließt…
Die Berge hatte ich schon länger aus den Augen verloren…
aber da ich jetzt im Dunkeln stand
verlor ich auch den Weg aus den Augen…
Mein ''Ich'' war zu einem ''etwas'' verkommen…
und das im Dunkeln.

Und ich fiel…
es dauerte eine Ewigkeit bis ich aufschlug….
so tief fiel ich…

Meine Sorgen wurden übermächtig…
und die Angst mein stetiger Begleiter…
Mittlerweile versuchte ich Krampfhaft den Weg zurück ins Leben zu finden…
egal wie…Hauptsache eine Aufgabe…
und vor allem,
um etwas den Sorgen und Ängsten entgegen setzen zu können…
 
Ich war umgeben von Dunkelheit…
ich drehte mich im Kreis…wusste nicht mehr in welche Richtung ich gehen sollte…
also blieb ich stehen…und wartete....auf was?
Auf ein Zeichen....einen Lichtschimmer von meinem ''Ich''...

Also blieb ich  sitzen…
wärmte mich an einem künstlichen Licht…
versuchte mein Licht wieder zu entfachen….
was mir aber nicht wirklich gelang…
Und da ich wusste, dass uns nur das Licht der Liebe wärmt…
mein Licht aber nur kraftlos und ohne Energie war…versteckte ich es…
Aus Angst, dass es ganz erlöschen würde…
 
Ja ich hatte wirklich Angst…
denn ich saß nur im Schein eines künstlichen Lichtes…
was passiert, wenn man es mir nimmt,
was passiert wenn es wieder dunkel wird?!
Das war der einzige Gedanke den ich fassen konnte…
denn ich sah den Weg nicht mehr…

Die Angst mein Licht, welches ja nur noch glimmte,
würde erlöschen, schnürte mir die Kehle zu…
die Angst ließ mich eine Mauer um mein Licht ziehen…
die Angst…unbewusst…und doch allgegenwärtig…
ließ mich mein eigenes Licht nicht mehr sehen…
Ich spürte die Wärme die von  anderen  Lichtern ausging…
sah den Schein…aber  nicht den Weg…

Dann…wich die Dunkelheit…
der Weg war wieder in Aussicht…
ich Hoffte erneut.....
mein ''Ich'' wurde größer…
Doch just zur gleichen Zeit, wo meine Zuversicht stieg…
verließ mein Licht die Kraft…
Mein Licht…das sah ich nicht…denn es war noch hinter der Mauer aus Angst…
ich sah nur den Weg…den Weg aus meiner Angst und zur neuen Hoffnung…

Etwas  später…
besann ich mich meiner Aufgabe …
Mein ''Ich'' war jetzt wieder scharf…
und ich kämpfte damit gegen die Mauer aus Angst…
als sie fiel…sah ich mein Licht…es brannte wieder!

Als die Mauer langsam fiel und mein Licht wieder frei gab,
wurde ich nicht nur von meinen Gefühlen überwältigt...
Als wenn mein Licht dem Fall der Mauer nicht trauen wollte...
geblendet von dem Licht, gab es nur zögerlich seine Schein preis.
Es war wie die Ruhe vor dem Sturm...kein Lüftchen regte sich,
die Vögel verstummten...die Zeit schien stehen zu bleiben.
Und dann brach er los, der Lichtersturm...
die Mauer wurde gesprengt
und der Strahl meines eigenen Lichtes verschlangen mich...
Jetzt spürte ich die Wunde, die ich mir selber zugefügt hatte,
indem ich mein Licht hinter einer Mauer aus Angst verschloss
und damit auch meine Hoffnung aufgab.

 
Jahre sind ins Land gezogen…
ich habe den Weg wieder vor Augen. Mein Licht,
welches zwar nicht lodert aber brennt in der linken Hand
und in der rechten Hand mein ''Ich'',
zwar kleiner als das alte
mit welchem ich den Weg aus meiner Welt angetreten hatte,
aber scharf…
Ich sehe die Berge…zwar aus der gleichen Entfernung wie damals…
aber ich sehe sie…
Der Weg ist wieder eben…aber geradeaus…

 
Wenn ich schaue, wo ich heute stehe…
könnte ich sagen, das war kein guter weg…
Wenn ich daran denke, was mir alles auf diesem Wege widerfahren ist…
dann muss ich sagen…es hätte gerne ein einfacherer Weg sein können…
aber die Erfahrungen auf diesem Wege kann mir keiner nehmen…
und sie machen mich zu dem, was ich heute bin…
Ein gezeichneter Mann…nicht gebeutelt aber dennoch gezeichnet…

 
Und hätte ich damals meinen Blick
nicht immer nur über den Horizont schweifen lassen,
immer in Richtung der Berge…wie ein Mann halt,
der dazu auch noch sehr hungrig war…
Dann hätte ich erkannt,
dass ich aus den Bergen komme und in ein Tal hinab steige…
die Sonne über den Bergen die ich sah,
nicht unbedingt gerade am aufgehen war…

 Ich habe in dieser Zeit sehr viel verloren…
aber auch sehr viel gefunden….
Und ich sage heute…ich würde diesen Weg wieder gehen…
Würde einige Dinge anders machen, dass auf jeden Fall…

 
Heute stehe ich zwar wieder am Anfang des Weges…
da ich heute aber weiß,
was ich im Grunde meines Herzens suche
und was ich in den Bergen vorfinden werde…
ich den Regen und die Kälte gespürt habe…bin ich gewappnet für den Weg,
denn ich bin nicht mehr durch mein eigenes Licht geblendet…
zwar voller Hoffnung aber mit geschärften Sinnen…
denn ich spüre jede Narbe und Wunde,
die ich mir im Grunde nur selbst zugefügt habe…

 
Auf dem Weg in eine andere Welt....
und zurück zu meiner.....

(© W.S.T.)
    


 

 

18.1.09 14:21

Letzte Einträge: Zwischen....., Ein warmes Licht ganz weit

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


zartgewebt / Website (22.1.09 14:52)
Sehr berührende Zeilen Avalon!
In deinen Worten finde ich Licht;
eine Reflektion deinerseits -
ein Hoffnungsträger für andere!

Nur bei dem „gewappnet sein für den Weg“,
möchte ich noch ein wenig nachhaken.
Man ist nie für alles gewappnet!
Manchmal bringt uns schon ein Sandkorn zum Fall.

Liebe Grüße
zartgewebt


Rikki (7.4.09 11:16)
(((((Wilhelm)))))
Rikki

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